Lesebrille - Fluch oder Segen?

Verdammt noch mal, wo isse denn jetzt schon wieder?   Es vergeht kein Tag an dem nicht aus irgendeiner Ecke im Raum ein leises Kichern kommt...

Verdammt noch mal, wo isse denn jetzt schon wieder? 

 Es vergeht kein Tag an dem nicht aus irgendeiner Ecke im Raum ein leises Kichern kommt und sagt:
"Brauchst mich wohl doch"
und -verdammt noch mal- sie hat auch recht! 

Heute erzähle ich euch von meiner Hassliebe zu ihr.

Ja ihr Lieben, ihr habt's vielleicht schon gemerkt: ich spreche über:

Die Lesebrille


Es ist schon ein bisschen nervig, dass man jetzt in das Alter kommt, wo die Arme zu kurz werden, die Lichtverhältnisse immer irgendwie schlecht sind und man aber auch mit einer dauerhaften Brille nicht zurecht kommt, sondern immer nur für kurze Zeit dieses Dingen auf die Nase setzen muss. 

Das ist ganz schön anstrengend sich daran zu gewöhnen, sich es zuzugestehen - vor allen Dingen, ach jeh: man fängt ja dann auch an irgendwelche Hobbys an: 

Je älter das Mensch, umso kleinfisseliger muss ja dann auch das Hobby sein! 

Ich sehe teilweise meine Strickmaschen nicht mehr. Ich wollte anfangen zu sticken, das lasse ich besser mal direkt bleiben! Dann aber auch bei irgendwelchen Zeichnungen oder sonst was lesen - sowieso im diffusen Licht - es funktioniert alles irgendwie nicht mehr!

So dann habe ich jetzt überall mir wunderbare schöne Lesehilfen platziert und trotzdem: diese Dinger verstecken sich ja irgendwie doch!

Es gibt aber wohl nicht nur mich, die diese Probleme hat, weil es gibt tatsächlich kleine Leitfäden die man nachlesen kann wo man denn, wenn man seine Brille verloren hat, nachschauen kann. Z.B gibt's solche sinnreichen Tipps wie 

"Stehen Sie doch einfach mal auf es könnte sein dass sich ihre Brille im Schoß befindet, auf der Sofadecke, sonst wo; wenn sie Aufstehen, fällt sie runter und sie haben sie wieder."

 

oder dieser Klassiker:


"Schauen Sie in den Spiegel; vielleicht ist die Brille auf dem Kopf."

Leuteleuteleute, das mit dem Älterwererden ... ich weiß ja nicht ... 
Irgendwie macht es teilweise Spaß: man hat ja auch eine gewisse Selbstironie. Aber andererseits ist es auch ganz schön nervig, wenn man jetzt für jeden Pisselskram irgendwas braucht als Hilfestellung. Ja Lesebrille ist z.B auch so ein Ding (oder Bildschirmbrille könnt ihr nehmen wie ihr wollt) jetzt bei bei diesem neu erworbenen Fähigkeiten, die man ja hat,um Webkonferenzen zu machen. Da spiegelt sich dauernd der Bildschirm in den Brillengläsern. Was macht man dagegen? Man rüstet auf und irgendwelche Gegenlichtmaßnahmen sonst irgendwie was, damit die Blendung verschwindet. Ich werde mittlerweile fast schon Filmstar, wenn ich dann einfach nur die Webcam anmache und noch ein Gegenlicht produzieren muss: Rolladen rauf, Rolladen runter; Man fühlt sich ja wie in im Fernsehstudio irgendwo und ist irgendwie eine AllinOne Person! Aber nun gut. Ich schweife ab. Wir wollen ja jetzt nicht über Webkonferenzen nachdenken ... Brille ist was Nützliches. Allerdings auch was Nerviges: insbesondere wenn man erst immer noch am fummeln ist und am Denken ist 

"das kriege ich alles alleine, das kriege ich hin" und dann steckst so irgend unterm Waschbecken m irgendeine dämliche Schraube von irgendeiner Kaltwasserleitung oder sonst was wieder festschrauben findest die Brille also hast ohne Brille angefangen und dann plötzlich merkst du shit ich sehe hier im Dunkeln nichts ich muss jetzt irgendwie dran dann hängst du mit einem Arm also da unter der Spüle fest und die Brille liegt natürlich oben auf der Küchenplatte oder was kannst aber jetzt nicht loslassen weil ja dann alles sonst Tropfen würde und und und dieses Dilemma wünsche ich keinem.

Tja geduscht habe ich dann also, nachdem ich dann die Wasserleitung festgeschraubt habe. Also natürlich Brille geholt und dann Lappen und sonst was. Macht alles keinen Spaß. 

Wie geht das euch damit? Was macht ihr in solchen Situationen? Lacht ihr oder seid ihr wütend? 

Also ich habe mich darauf zurückgezogen, lieber da drüber zu lachen und euch davon zu erzählen. 

Habt noch einen schönen Tag!


... und wer's nicht lesen will, kann's hören:
   


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1 comments

  1. Die Lesebrille ist eher hinderlich. Wenn man es gewohnt ist ein Leben lang ohne Brille klar zu kommen und dann nach und nach merkt, dass es bei vielen Dingen nicht mehr ohne geht, ist oft her nervend. Wenn man sie einmal aufhat, stört sie nicht weiter, aber es sind eher die kleinen und oft unbedachten Situationen. Und dann denkt man oft nach, ob nicht lasern besser wäre. Dann bräuchte man sich überhaupt keine Gedanken mehr darüber machen.

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