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Blumensträuße, die auch im Herbst toll duften
Oktober 08, 2022Hallo, Ihr Lieben!
Schön, dass Ihr wieder reinschaut.
[unbezahlte Werbung wegen Markennennung]
In der vergangenen Woche habe ich tatsächlich gleich zwei Schätzchen gefunden in meiner Parfum-Sammlung, die bei mir in Vergessenheit geraten waren.
Mannomann, was haben mich die beiden nacheinander positiv umgehauen und ich schäme mich fast, dass sie so lange unbeachtet und unterschätzt geblieben sind.
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| Elisabeth Arden Splendor und Gloria Vanderbilt Minuit à New York |
Elisabeth Arden Splendor
Die Schönheit links, Ihr könnt's sehen, habe ich seinerzeit offensichtlich gerne und oft genutzt. Und ist dann vermutlich durch Neukäufe immer weiter hinten im heimischen Regal gelandet. Nun hat sich mir der Rest kürzlich wieder offenbart:
Ich war auf der Suche nach einem Duft zum letzten Rest Sommer, sprühte mir also Elisabeth Arden's "Splendor" auf und hey! das Ding funktioniert für mich auch an dunkleren Tagen - im Herbst, im Winter, in dunklen mentalen Momenten. Das ist so gar kein "spring über die Blumenwiese"-Wässerchen, sondern ein tiefgründiger, charaktervoller Begleiter. Mit leichten Blüten stimmt dieser Duft die Nase auf eine Abenteuerreise ein, die durch den Tag begleitet. Leicht und hell der Auftakt mit Hyazinthe und Feesien, um später nach dem Mittag eine angenehme Schwere zu entfalten, die unter anderem auf Rosen und Iris zurückzuführen ist. Am Nachmittag und Abend folgt die warme Umarmung von Sandelholz, Ambra und weiteren holzigen Nuancen.
Ach, Du prachtvolles Fläschchen, wo warst Du nur so lange - und warum ist nach dem Wiederfinden und -lieben nur noch so wenig in dir drin?
Gloria Vanderbilt Minuit à New York
Der Schwan der Frau Vanderbilt dürfte vielen von uns ein Begriff sein. In den 80er Jahren hatte jede unserer Mamas vermutlich Berührung mit dem Ur-Duft. Ich habe ihn in guter Erinnerung und nun bin ich selbst in einer Lebensphase, in dem ich mit einem Selbstversuch liebäugele. (Bisher hatte ich immer Bedenken, dass Lavendel-Kopfnoten "alt" machen). Doch dazu vielleicht mehr in einem späteren Post.
Genug des Vorspanns, nun aber zum pinken Schwan: Gloria Vanderbilt's Minuit à New York habe ich (erst?) 2019 entdeckt. Das habe ich damals irgendwo mit in einen Online-Warenkorb gelegt, um den Mindestbestellwert vollzukriegen. Also klassischer Blindkauf zum übersichtlichen Preis. Wenn's schiefgehen sollte, wäre der Verlust zu verschmerzen.
Auf dem Bild ist's schwer erkennbar: die Flasche ist noch ca. halbvoll. Will heißen, ich habe offenbar in der ersten Phase stolz ob der gelungenen Errungenschaft fleißig gesprüht und wurde dann der Note überdrüssig. Dunkel erinnere ich mich noch, dass ich später dann diese blumige und mir zu Beginn recht süß anmutende Anflutung zum Layern über einen kratzigen, seifigen Herrenduft, dessen Name mir gerade nicht einfällt (war aber auch irgendwas animalisches), benutzte. Diese Kombi schien mir auch eine Zeitlang zu gefallen, geriet aber zunehmend in Vergessenheit.
Aber dann: Boooom! Stand der stolze pinke Schwan dort zum erneuten Greifen letzten Mittwoch da und verführte mich sofort in den Park, an einen Teich, unter die Bäume im Spätsommer oder auch im frühen Herbst. Vielleicht, weil mein Näschen derzeit durch Splendor auf hellen Blütenbeginn und warme Endumarmung ausgerichtet ist, konnte ich die weißen Blüten, Hyazinthe und Pfingstrose erschnuppern, die über Veilchen und Jasmin herübergleiten in einen würzig warmen Ausklang aus Sandelholz, Amber und etwas Ledrigem.
Auch Du, mein stolzes Wesen, wirst -ohne zusätzliche tierische Layer-Begleitung- zu Ende verbraucht und darfst Lebensfreude und Selbstvertrauen auch in diesem Herbst vermitteln.

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